Rahel-Projekt – Ein Bildungsprojekt für Adigrat

Rahel-Projekt.deDas Bildungsprojekt „Rahel“ unterstützt benachteiligte Jugendliche in Adigrat (Nord-Äthiopien.). Durch Stipendien wird jungen Menschen – besonders jungen Frauen – ein Studium an einer Hochschule des Landes ermöglicht.

Von einer Projektreise nach Äthiopien zurückgekehrt, berichtete Prof. Albert-Peter Rethmann 2010 Studierenden der PTH Sankt Georgen von Rahel, die er in Adigrat getroffen hatte. Sie ist eine von vielen jungen Menschen, deren Eltern an Aids gestorben sind. Zusammen mit ihrer achtzigjährigen Großmutter und ihrem jüngeren Bruder lebt sie in einer Steinhütte in Adigrat, im Norden von Äthiopien.

Wie viele andere junge Äthiopier träumt sie von einem Beruf, der ihr und ihrer Familie eine gesicherte Zukunft ermöglicht, und ihr hilft, den allgegenwärtigen Kreislauf aus Armut, Prostitution und Aids zu durchbrechen. Doch Bildung ist teuer.

Von ihrer Geschichte bewegt, entstand eine studentische Initiative zum Sammeln von Spendengeldern für diese jungen Menschen. Das Geld geht unmittelbar an die Diözese Adigrat, die zu diesem Zweck das OVC-Projekt (OVC = „Orphans and Vulnerable Children“) ins Leben gerufen hat. Dieses vergibt Mikro-Stipendien an besonders benachteiligte Schüler und Studierende. Unterstützt wird die Diözese durch das katholische Missionswerk missio in Aachen.

Rahel profitierte als eine der ersten von der Aktion und studiert mittlerweile Biologie an der Universität Axum. Da es in Äthiopien keine Studiengebühren gibt, genügen  ca. 200 Euro im Jahr, um ihr und anderen jungen Frauen und Männern das Studieren zu ermöglichen.
Inzwischen ist das Projekt gewachsen und es werden aktuell 47 junge Menschen durch ein Stipendium gefördert.
Im September 2010 konnte ein Teil unserer Gruppe nach Adigrat reisen und Rahel und die Situation vor Ort kennen lernen. Dabei entstand auch unser Kurzfilm.