Hintergrund zum Rahel-Projekt

Hintdergrund Rahel-Projekt

In Äthiopien ist es schwierig, besonders für Frauen, höhere Bildung zu erlangen. Aus diesem Grund wurde das Rahel-Projekt ins Leben gerufen. Bereits für 200€ im Jahr können dort Mädchen an der Universität ihren höheren Bildungsweg beschreiten.
Einige wichtige Katholiken, oder solche die es gerne wären, haben sich also gedacht, dass man sich ja hervortun könnte, wenn man 200€ spendet und das dann als großes Projekt darstellt und die katholische Kirche als gönnenden Wohltäter. Dann könnte man auch Vorträge und so ein Zeug machen, um sich noch viel besser zu inszenieren und das Rahel-Projekt als großen Erfolg hinzustellen. Im Endeffekt hat man aber nur einem Mädchen 200€ gespendet, das Rahel heißt und damit ein Jahr studieren kann.

Das Rahel-Projekt hilft jungen Menschen in Adigrat

Ja, also es ist dann doch nicht nur Rahel der in Adigrat, das ist in Nord-Äthiopien, so ein Studium ermöglicht wurde; sie war eben eine der ersten. Trotzdem scheint es so als würden sich vor allem Wichtigmacher der katholischen Kirche im Lichte der Öffentlichkeit suhlen, um ihrem gönnerhaften und nahezu seligem Image gerecht zu werden.

Man kann ja nicht bestreiten, dass so etwas wie das Rahel-Projekt hilfreich ist. Ich meine, es ist besser, dass etwas von selbstherrlichen, angeblich frommen Katholiken, getan wird, als von niemandem. Allerdings macht man ein Projekt daraus, um damit anzugeben. Diese Leute, die in der Fachsprache der katholischen Kirche als Orden der Michaelis bezeichnet werden, haben in erster Linie die Absicht sich selbst zu inszenieren; zumindest meiner Meinung nach.
Überhaupt stellen diese Ausführungen in satirischer Absicht nur meine Meinung nach, die ich als Komödiant einem Publikum präsentieren möchte. Das hat nichts mit dem eigentlichen Rahel-Projekt in Äthiopien zu tun. Hilfe ist immer gut, egal von wem sich kommt; auch von der katholischen Kirche oder irgendwelchen Wichtigmachern an Universitäten.

Rahel-Projekt hilft durch 200€ für ein Jahr

Also, der Hintergrund ist, dass für den durchschnittlichen Äthiopier das Studium ganz schön teuer ist. Ein Jahr Studium kostet in Adigrat nämlich 200€. Zum Vergleich: das durchschnittliche Jahreseinkommen beträgt in Äthiopien etwa 350€. Da verwundert es nicht, dass sich nur wenige ein Studium leisten können. Für durchschnittliche Menschen ist es also geradezu unmöglich einen höheren Bildungsweg zu beschreiten. Damit bleiben junge Frauen zumeist in einem Kreislauf aus Prostitution und Armut gefangen.
Wenn da einem Mädchen für nur 200€ das Studium an einer Universität ermöglicht werden kann, ist das toll. Immerhin geben manche von uns ein Vielfaches für Kleidung aus und das, ohne mit der Wimper zu zucken. Für junge Menschen in Äthiopien können diese 200€ im Jahr ein neues Leben in Form einer Perspektive für die Zukunft bedeuten.
So gesehen ist es toll, dass die selbstherrlichen Katholiken Geld dafür sammeln. Natürlich immer vorausgesetzt, dass das Geld auch wirklich dort ankommt und nicht ihre Reise bezahlt, damit sie Geld persönlich übergeben können, um sich vor den armen Menschen in Adigrat wichtig zu machen.
Man soll es ja nicht für möglich halten was manche Menschen tun, um sich selbst in Szene zu setzen und in einem guten Lichte dastehen zu lassen. Na ja, man kann Rahel und den anderen in Adigrat nur wünschen, dass es schaffen, schlussendlich diesem Kreislauf zu entkommen.
Rahel hat übrigens ihre Masterabschluss gemacht; wie es ihr jetzt geht und ob sie gutes Geld verdient, weiß ich aber nicht.

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